Studien
   
1. Indische Lebens- und Autowelten

HumanLink in Indien: Die Studie befasst sich mit indischen Lebenswelten und den Schlüssen, die die westliche Automobilbranche daraus ziehen kann. Methodisch stützt sie sich auf Beobachtungen, Interviews, Expertengespräche, Mystery-shopping und Auswertung zahlreicher Medienberichte vor Ort.
[bitte wenden sie sich an HumanLink für weitere Informationen]

2. FERNSEHEN ALS GRENZERFAHRUNG -
KINDER UND JUGENDLICHE ERFORSCHEN SICH SELBST

Kinder im Alter von 3 bis 13 Jahren sehen täglich gut eineinhalb Stunden fern; Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren fast zwei Stunden. Warum verbringen die Heranwachsenden so viel Zeit vor dem Fernsehen? Wirklich nur aus Langeweile? Mehr als tausend Schüler suchten nach Antworten …

Die Thematik "Fernsehverhalten von Kindern und Jugendlichen" erhält durch die vorliegende Studie neue Dimensionen und bereichert die Forschung. Der Grund: Die Ergebnisse basieren ausschließlich auf 1059 Interviews, die Kinder und Jugendliche untereinander geführt und auf Diktiergeräte aufgezeichnet haben.

Die Ergebnisse: Als vordergründiges Motiv für ihren TV-Konsum benennen die meisten Heranwachsenden das Gefühl von "Langeweile".
Hintergründig aber bietet das Medium "Fernsehen" neben Informationen vor allem Ratschläge, wenn sich Kinder und Jugendliche mit neuen Erfahrungen konfrontiert sehen. So tasten sie sich beispielsweise mit dem Medium Fernseher als Ratgeber an das andere Geschlecht heran. Dabei überwiegt gerade bei den Jungen die sexuelle Neugier. Man möchte einfach nur dabei sein, mal "gucken", mal die Superfrau "haben". Alles steht in der klassischen Tradition pubertärer Entdecker.

Verunsichernde Komponenten der Erwachsenenwelt wie Konflikte, Streit und Sorgen werden umso stärker gemieden, je realer sie im Leben auftreten könnten. Stattdessen liebt man Harmonie, denn diese gilt als wirkungsvoller Gegenpol zu allen störenden und verunsichernden Gefühlen.
Fernsehen dient jedoch auch der Grenzfindung: Zeitpunkt, Dauer und die Inhalte des TV-Konsums werden mit Selbstbestimmung assoziiert.
Gewalt und Horror, durchaus kritisch zu bewertende Aspekte des TV-Angebots, fungieren für viele Heranwachsende ebenfalls als Grenzfindung. Es sind Grenzen des Aushaltbaren, Grenzen der Seherfahrung.

Fazit: Im Spiegel des Fernsehens wollen Jugendliche sich selbst erkennen und gleichzeitig erahnen, was es heißt, erwachsen zu sein.

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3. Emotionale Botschaften von Messen

Auf Messen präsentieren sich Hersteller bekanntlich nicht nur auf informative, sondern auch auf emotionale Weise. Die wichtigsten Strategien dabei lauten:
Aufmerksamkeit und Interesse wecken, klare Botschaften vermitteln - und dadurch das Image steigern. Vor allem aber lautet die Devise: Attraktiv werden durch eine möglichst intensive Ansprache der Emotionen.
Die Wahrnehmung des Menschen wird in hohem Maß von der Umgebung beeinflusst, in der er sich befindet. Messebesucher sind infolgedessen mit einer enormen Vielfalt von Eindrücken konfrontiert. Architektur, Gestaltung, Enge, Weite, Farbgebung, Musik, Gerüche, Lichtspiele zählen dabei zu den wesentlichen Reizen, die betont unbewusste Vorgänge im Menschen anregen und dadurch die Produkt- und Markenwahrnehmung maßgeblich zu beeinflussen vermögen.

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4. Ausländerfeindlichkeit bei Jugendlichen

Wie verhalten sich ausländerfeindliche Jugendliche, wenn sie einer fremden Person begegnen? Spielt es dabei überhaupt eine Rolle, ob es sich dabei um einen Ausländer oder einen Deutschen handelt?
In einem Experiment baten wir Jugendliche jeweils einzeln in ein vermeintliches Wartezimmer, in dem bereits ein ausländischer Statist Platz genommen hatte. Es hieß, man würde ihnen einen Videoclip vorspielen, den sie kommentieren sollten. Aus fingiert organisatorischen Gründen kam es jedoch zu zeitlichen Verzögerungen, in deren Rahmen auch ein Wechsel der Statisten vollzogen wurde, so dass die Jugendlichen nacheinander jeweils mit einem Ausländer und einem Deutschen auf die Videoaufführung warteten. Die Statisten hatten die Aufgabe, sich bei allen Jugendlichen möglichst gleichartig zu verhalten: freundlich, ohne dabei allzu sehr die Kommunikation zu initiieren oder gar zu lenken.
Alle Begegnungen wurden mit versteckter Kamera gefilmt.
Indem wir auf einer detaillierten Ebene das Verhalten der Jugendlichen beschrieben, erhofften wir uns, mögliche Emotionen und Affekte erfassen zu können, die Kontakte Jugendlicher mit einem Fremden beeinflussen. Vor allem das nicht sprachliche Verhalten mit all seinen subtilen Zeichen und Signalen birgt zahlreiche Hinweise auf das emotionale Befinden in sich, das die Jugendlichen während dieser Begegnungen begleitet. Nicht sprachliche Verhaltenselemente sind willentlich oft nur schwer beeinflussbar und spiegeln verhältnismäßig untrüglich das emotionale Befinden der Jugendlichen während ihrer Kontakte mit einem Ausländer wider.
Ausländerfeindliche Jugendliche unterscheiden sich in ihrem Sozialverhalten von den ausländerfreundlichen, wenn sie einer fremden Person begegnen, indem sie eine "Abwehr-Tendenz" als Reaktionsmuster zeigen. Das eher zurückweisende Verhalten zeigen sie weitgehend unabhängig davon, ob es sich beim Gegenüber um einen Ausländer oder Deutschen handelt. Diese "Abwehr-Tendenz" kann sich in zweierlei Hinsicht äußern: unsicher-abwartend-zurückweisend oder selbstüberschätzend-aggressiv-zurückweisend. Voraussetzung für das zurückweisende Verhalten bei zwischenmenschlichen Begegnungen ist im Wesentlichen eine Kombination aus Neugier, Interesse und Sicherheit sowie einer freundlichen Grundeinstellung (positive Emotionen) Mitmenschen gegenüber. All diese Komponenten sind bei den ausländerfeindlichen Jugendlichen schwächer ausgebildet als bei den ausländerfreundlichen.

Viele Resultate unserer Untersuchung deuten darauf hin, dass entsprechend unseren Hypothesen neben den üblicherweise untersuchten Faktoren wie Geschlecht, Bildung, Sozialstatus oder Sozialmilieu - die Werte, Meinungen und Handlungsnormen beeinflussen - verschiedenen Aspekten des Sozialisationsprozesses eine gewichtige Rolle bei der Entwicklung des Sozialverhaltens zukommt. Die emotionalen Grundbefindlichkeiten, vor allem die soziale Ängstlichkeit, wird vor allem durch die emotionalen Anteile der Familienerziehung (wie zum Beispiel Bindung und Familienklima) aufgebaut.

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5. Ohnmacht - Angst - Wut - Hass
Die Genese extremer Emotionen rechtsradikaler Gewaltverbrecher

Wie werden Menschen zu Rechtsextremen, und, was noch schlimmer ist: Wie werden sie zu rechtextremen Gewaltverbrechern? Was geht in ihren Köpfen vor, wenn sie Asylantenheime anstecken, wenn sie Ausländer durch die Straße hetzen, wehrlose Opfer demütigen, prügeln und deren Tod billigend in Kauf nehmen? Geforscht wurde viel. Wissenschaftler verteilten Fragebogen, werteten diese aus und machten Faktoren dafür verantwortlich, die durchaus einleuchtend sind: Orientierungslosigkeit, Arbeitslosigkeit, schlechtes Elternhaus und so weiter.
Ein wesentlicher Aspekt wurde indes weitgehend vernachlässigt, so naheliegend er ist: die Emotionen.

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